Ein neues Webseiten-Projekt ist eine Investition – an Zeit, Geld und Nerven. Wer dabei an den Falschen gerät, zahlt oft doppelt: einmal für die schlechte Webseite, und ein zweites Mal für jemanden, der sie wieder in Ordnung bringt.

Die gute Nachricht: Es gibt Warnsignale, die schon vor der Auftragserteilung erkennbar sind. Diese sieben solltest du kennen.

7 Warnsignale auf einen Blick
1
Kein echtes Portfolio Nur Stock-Screenshots, Demo-Seiten oder gar nichts
2
Kein Vertrag, keine schriftliche Vereinbarung «Das regeln wir per Handschlag» ist kein Schutz
3
Google-Platz-1-Versprechen innerhalb von Wochen SEO braucht Monate – wer das Gegenteil sagt, lügt
4
Kein Impressum, keine Adresse, kein Telefon Wer nicht erreichbar sein will, wird es auch nach dem Launch nicht sein
5
Er empfiehlt immer das teuerste Paket Ohne dein Projekt zu kennen, braucht es kein Premium-Plugin für CHF 300/Jahr
6
Nach dem Launch: Funkstille Kein Übergabegespräch, keine Erklärung, keine Ansprechperson
7
Alle Zugangsdaten bleiben beim Designer Domain, Hosting, CMS – du hast keinen Zugriff auf deine eigene Seite

Die Details – und was du daraus machen kannst

1 Kein echtes Portfolio

Jeder kann Screenshots von Webseiten zeigen, die er nicht gemacht hat. Frag konkret nach: «Kannst du mir die URL zeigen, damit ich die Seite live ansehen kann?» Wenn das Portfolio aus Demo-Sites, Mockups oder gesperrten Projekten besteht, ist Skepsis angebracht. Ein guter Webdesigner hat echte, lebende Referenzen.

2 Kein Vertrag

«Wir kennen uns doch» ist kein Vertrag. Ohne schriftliche Vereinbarung bist du bei Streit schutzlos – über Liefertermin, Umfang, Korrekturrunden oder Zahlungsbedingungen. Ein seriöser Auftragnehmer schickt dir einen Vertrag. Wenn er das nicht tut, frag danach. Wenn er das ablehnt, geh.

3 Google-Platz-1 in 4 Wochen

SEO ist ein Langzeitprojekt. Gute Rankings entstehen über Monate, manchmal Jahre – durch saubere Technik, relevante Inhalte und Vertrauen bei Google. Wer dir Top-Rankings in wenigen Wochen verspricht, verspricht etwas, das er nicht halten kann. Oder er kauft Spam-Links, die dir langfristig schaden.

4 Kein Impressum, keine Erreichbarkeit

Prüf vor der Beauftragung, ob der Designer eine Adresse und Telefonnummer hat – und ob er tatsächlich erreichbar ist. Schick eine kurze Anfrage und schau, wie schnell und wie konkret die Antwort kommt. Wer bei der Erstanfrage schon nicht antwortet, ist nach dem Launch noch schwieriger zu erreichen.

5 Immer das teuerste Paket

Nicht jede Webseite braucht einen Online-Shop, ein Buchungssystem und fünf Premium-Plugins. Wenn dir jemand ein aufgeblähtes Paket empfiehlt, ohne dein Unternehmen, deine Ziele und dein Budget zu kennen, denkt er an seine Marge – nicht an dein Projekt. Die richtige Empfehlung kommt nach dem Gespräch, nicht davor.

6 Funkstille nach dem Launch

Eine Webseite ist kein Produkt, das man kauft und dann nie wieder anfasst. Inhalte ändern sich, Plugins brauchen Updates, Fehler tauchen auf. Wenn kein Übergabegespräch stattfindet, keine Zugänge erklärt werden und keine Ansprechperson klar ist, läufst du danach allein – oder zahlst für jede Kleinigkeit extra.

7 Alle Zugangsdaten bleiben beim Designer

Domain, Hosting-Account, E-Mail-Verwaltung – das sind deine Daten, nicht die des Designers. Wer dir nach dem Launch keinen vollständigen Zugang übergibt, macht dich dauerhaft abhängig. Das ist kein Versehen, sondern Methode. Frag vor dem Auftrag explizit: «Bekomme ich nach dem Launch alle Zugangsdaten vollständig übergeben?» Wenn die Antwort ausweicht, ist das ein klares Zeichen.

Kurz gesagt: Ein guter Webdesigner zeigt dir echte Referenzen, gibt dir einen Vertrag, erklärt dir sein Vorgehen und ist auch nach dem Launch erreichbar. Das klingt selbstverständlich – ist es aber nicht immer.

Was tun, wenn du schon mittendrin bist?

Manchmal merkt man erst nach dem Start, dass etwas nicht stimmt. In dem Fall: dokumentiere alles schriftlich, kläre den aktuellen Stand des Projekts per E-Mail und setz eine klare Frist. Wenn keine Reaktion kommt oder das Ergebnis nicht dem entspricht, was vereinbart war, hol dir rechtliche Einschätzung – oder such jemanden, der die Webseite übernimmt und in Ordnung bringt.

Wir übernehmen regelmässig Projekte, die bei anderen schiefgelaufen sind. Es ist lösbar – aber aufwändiger, als es von Anfang an richtig zu machen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen unseriösen Webdesigner?

Klare Warnsignale: kein echtes Portfolio mit Live-URLs, kein schriftlicher Vertrag, Versprechen von Google-Platz-1 in wenigen Wochen, kein Impressum mit Adresse, Funkstille nach dem Launch und alle Zugangsdaten bleiben beim Designer.

Was tun, wenn der Webdesigner das Projekt nicht fertigstellt?

Alles schriftlich dokumentieren, den aktuellen Stand per E-Mail festhalten und eine klare Frist setzen. Wenn keine Reaktion erfolgt, ist eine rechtliche Einschätzung sinnvoll. In vielen Fällen kann ein anderer Designer das Projekt übernehmen.

Wie prüfe ich das Portfolio eines Webdesigners?

Verlang immer die Live-URL der gezeigten Projekte. Nur Screenshots ohne Link sind kein Beweis für eigene Arbeit. Schau ob die Seiten wirklich funktionieren, professionell wirken und ob der Stil zu deinen Anforderungen passt.

Muss ein Webdesigner einen schriftlichen Vertrag anbieten?

Ja. Ein seriöser Webdesigner bietet immer eine schriftliche Vereinbarung an – über Lieferumfang, Zeitplan, Korrekturrunden und Zahlungsbedingungen. Wer das ablehnt, gibt dir im Streitfall keinen Schutz.

Lieber von Anfang an auf der sicheren Seite

Echte Referenzen, schriftliche Vereinbarung, persönlicher Kontakt – und alle Zugangsdaten gehören nach dem Launch dir. So läuft das bei uns.

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RG
Roli Geiger Inhaber GeComm-IT · Bischofszell, Thurgau
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